2 Jahre Erfahrung mit Aventho Wireless von Beyerdynamic

2019 war ein Jahr voller technischer Fortschritte. E-Fahrzeuge kommen ins Gewicht, maschinelles Lernen findet mehr Anwendungsbereiche und künstliche Intelligenz hat sich intensiv im IT Bereich weiterentwickelt, aber sie befindet sich auch auf einer Strecke deren Ende wir noch nicht kennen. 2019 waren auch weitere 365 Tage, in denen ich Erfahrungen mit dem Aventho Wireless von Beyerdynamic sammeln konnte. Ich habe ihn nun seit November 2017 – genug Zeit ist vergangen um euch meine Meinung zu diesem High Class Kopfhörer zu erzählen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderem bei seiner Kaufentscheidung.

Der Klang des Aventho Wireless

Das ist so ziemlich das wichtigste Kriterium. Hier nutzt Beyerdynamic als Schallwandler die eigens erfundene „Tesla-Technologie“. Diese ermöglicht unglaublich tiefe Bässe und präzise, kristallklare Höhen – ganz ohne klirren, also wirklich ohne irgendein Klirren. Es erfreut mich jedes Mal diesen Klang auf einen Spaziergang mitnehmen zu dürfen. Da er eine Nennimpedanz von 32 Ohm hat, ist er bestens geeignet für Smartphones und die Tesla Technologie holt hierbei das maximale an Klang heraus.
Mehr zu diesem Schallwandler: https://bit.ly/37CZgrH

Neben der Tesla Technologie, punktet der Kopfhörer mit der äußerst innovativen Klanganpassung. Jemand der Hörprobleme hat, sei es durch das Alter, Unfall oder Krankheit freut sich garantiert über diese Abhilfe. Ich meine wie viele Menschen können nicht ihre Lieblingssongs so genießen, wie sie klingen sollten? Das ist ein weiterer Schritt in Sachen Barrierefreiheit. Wenn es für Sehprobleme Brillen gibt, sollte es für Hörprobleme, den passenden Kopfhörer geben. Diese Anpassung läuft über die dafür entwickelte App MIY.
Das Klangprofil wird per Bluetooth in den Hörer hochgeladen. Es lässt sich beliebig oft wiederholen, so dass man mit seinem Gehör up to date ist.

Wie gewohnt in diesem Preisbereich wird die Bluetooth Kodierung aptX HD für Android und für Apple AAC genutzt.

Tragekomfort

Vielleicht liegt es an meinem Kopf, vielleicht auch am Aventho. Anfangs war der On Ear Kopfhörer zu eng und nach circa zwei Stunden schmerzten die Ohren. Ich musste ihn dehnen, weswegen er nun etwas locker, aber gemütlich sitzt. Beim Joggen liegt er schneller auf dem Boden als ihr rennen könnt, aber damit wäre er als On Ear Kopfhörer sicher nicht allein.

Bedienung

Am Handy Bluetooth, dann Aventho Wireless einschalten und zack geht’s los – ohne großes warten. Das Touchfeld ist sehr angenehm um durch die Songs zu wischen, Anrufe zu verwalten und um den Assistant zu aktivieren. Ab und zu reagiert das Touchfeld nicht auf mein Wischgesten, vielleicht weil ich nicht präzise genug bin. Aber das ist nicht nervig, sieht höchstens komisch aus, wenn der rechte Hörer mit Streicheleien verwöhnt wird.
Übrigens lässt sich die Empfindlichkeit für die Wischgesten einstellen. Ladebuchse ist zeitgemäß USB Typ C und er lässt sich auch per mitgelieferten Auxkabel am Handy anschließen.

Der Support von Beyerdynamic

Hier kann ich großes Lob aussprechen: Damals ist mir nach zwei Wochen der rechte Hörer ausgefallen – ich habe kostenfrei einen neuen bekommen. Auch ist mir einer der Hörer, aus eigenverschulden, komplett abgebrochen und ich habe eine kostenlose Reparatur erhalten. Nach circa ein bis zwei Wochen erhielt ich bei jedem Umtausch, oder Reparatur einen neuen Kopfhörer.

Der Aventho im Alltag

Durch seine Akkulaufzeit von circa 25 Stunden hält er mehrere Tage gut durch und dank USB Typ C Ladebuchse reicht mir ein Kabel für Notebook, Smartphone und dem Aventho. Was mir als Uhrenträger sehr gefällt ist die geringe Nutzung meines Handys unterwegs:
Meine Songs steuere ich über das Touchfeld und die Uhrzeit habe ich am Handgelenk. Ich fühle mich dabei freier und schenke meiner Umgebung mehr Aufmerksamkeit. Auch hält der dank seiner Verarbeitung aus hartem Kunststoff und Metall den ein oder anderen Sturz aus.

MIY App von mimi

Die App wird für viele ausschließlich und einmalig zur Klanganpassung genutzt. Über sie stellt man die Intensität der Klanganpassung und die Sensitivität des Touchfeldes ein. Auch zeigt sie einem ob man das Tagespensum an Musik hören erreicht hat oder darüber hinaus ist. Bei mir ist diese Information fehlerhaft.

  • Pro Aventho Wireless
  • Klang
  • Klanganpassung durch mimi
  • Tesla – Technologie
  • aptX HD bei Android
    AAC bei Apple
  • USB-C
  • Verarbeitung
  • schnelle Verbindung
  • Support (Garantie 5 Jahre)
  • Akkulaufzeit von circa 25 – 30 Stunden
  • Hörer liegt beim um den Halstragen flach auf
  • Contra Aventho Wireless
  • Komfort anfangs zu eng, manuelles nachhelfen
  • Preis (auf Sales oder B-Ware zurückgreifen)
  • Tasche kontraproduktiv, da Hörer darin aneinander kratzen
  • Schiebefunktion der Hörer nicht sehr präzise
  • USB-C
  • Verarbeitung
  • schnelle Verbindung
  • Support (Garantie 5 Jahre)
  • Akkulaufzeit von circa 25 – 30 Stunden
  • Hörer liegt beim um den Halstragen flach auf

Fazit

Wer bereit ist 449€ oder im Angebot 319€ zu zahlen, bekommt wirklich einen klanglichen Schmaus für unterwegs. Daher empfehle ich ihn wirklich für Nutzer, welche oft mobil sind oder das Geld haben. Ich finde 400€ als angemessen, aufgrund des Komforts.
Das ist aber lediglich meine persönliche Empfindung. Ein Kopfhörer kann noch so wunderbar klingen, wenn du ihn nicht lange tragen kannst. Ansonsten ist dieser Kopfhörer durch seine Technik unserer Zeit voraus und dennoch haben ihn viele nicht auf dem Schirm – was eventuell seiner hoch angesetzten Preisklasse zuschulden kommt.

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