Fallout 76 – Eine Lovestory

Der Essay im Videoformat:

Teil 1 des Debakels schon gelesen?
Hier gehts zum ersten Imageschaden durch Fallout 76 .

Eine kleine Analogie..

Wenn wir in einer Beziehung sind, merken wir durch verschiedene Handlungen was wir unserem Partner bedeuten. Hier reichen Worte allein selten aus, denn diese gleichen in gerade schwierigen Zeiten einer Pusteblume in einem Sturm. Sollte es also um die Beziehung schlecht stehen, sind feste Taten und Änderungen essentiell. Wir analysieren die Situation ebenso vergangene Taten und versuchen, wenn wir Fehler gemacht haben, sie in den Schatten guter zustellen.  Oft ist es nicht einfach, da Erinnerungen bleiben, aber unser Partner bemerkt stets unsere Bemühungen.

Stellen wir uns also vor, wir stecken tatsächlich in einer – nun sagen wir mal – nicht ganz so funktionierenden Beziehung. Wir haben unseren Partner in der Vergangenheit falsche Hoffnungen zukommen lassen, haben dessen Bedürfnisse ignoriert und sie mit Füßen getreten (also die Bedürfnisse). Und jetzt bieten wir auch noch einen Weg/Lösung an, welcher egoistisch und respektlos gegenüber all ihren Taten und ihrer Ausdauer bei uns zu bleiben ist.

Das ist eine Wiederspiegelung der Kundenbeziehung von Bethesda.

In Fallout 76, ein Spiel welches ein Bad voller Bugs, Empörungen und Respektlosigkeit seitens Bethesda genommen hat, ist eine Community entstanden. Zur Wiederholung: Selbst in einem der „schlechtesten“ Spiele, welches vom eigenen Entwickler hart vernachlässigt wurde, haben sich Fans zusammengetroffen und eine Gemeinschaft aufgebaut. Es gibt eine selbst ernannte Polizei, Spieler die gezielt Neulingen helfen und eine Kopfgeldjagd auf Banditen machen. Das sind wahre Fans, die noch Hoffnungen und vor allem Spaß haben. Spaß ist eine der Hauptgründe warum wir eigentlich spielen.

Und jetzt bitte den Atem anhalten und schauen was Bethesda mit ihnen macht:

Sie implementieren „Fallout 1st“, ein In-Game Abo, welches Vorteile gegenüber Nichtzahlern erschafft. Dadurch wird diese Community gespalten – eine ausgeglichene Community wird in Zahlern mit Vorteilen und Nichtzahlern gespalten. Wir hatten bis hier eine liebevolle Community, die sich selbst zu helfen wusste. Natürlich ist das kein kostenpflichtiges Abo, aber der Versuch Geld aus Spielern zu ziehen, denen man Dankbar sein sollte, dass sich noch aktiv sind…

Dazu kommt ein unverschämter Preis von monatlich 14,99€ oder 119€ einmalig für ein ganzes Jahr. Was bekommt man noch für 14,99€ monatlich? World of Warcraft, ein Spiel mit mehr Qualität. Außerdem so ziemlich jeden existierenden Gamepass von Ubisoft, Origin oder Microsoft – darin sind Vollpreisspiele enthalten.

Bei Fallout’s Abo bekommt ihr einen eigenen privaten Server auf den merkwürdigerweise andere Spieler joinen können, unendlich viel Platz in eurer Verwertungskiste, kosmetische Items und In-Game Währung. Und das für ein Triple A Titel welches sich gefühlt im Early Access Status befindet.

Bethesda hätte stattdessen wertige und kostenlose Updates bringen sollen, um gerade diese Community zu unterstützen und den Grund warum wir spielen wert zu schätzen. Diese Community ist wie eine kleine Blume in einer trockenen Wüste, die man hätte pflegen sollen und nicht zertreten.

Das wäre vorteilhafter für das Image von Bethesda und die Zukunft von Fallout 76 gewesen. Ich hoffe, dass Bethesda daraus gelernt hat und die Community härter wird. Mit uns Gamern spielt man nicht.

Was denkt ihr darüber? Lasst es mich wissen.

1 Antwort

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.